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Destruktion von Lebensraum für die Konstruktion von Parkplätzen.

 

Unser besetztes Doppelhaus am Wydenauweg 38 + 40 in Biel befindet sich auf einem Grundstück der zukünftigen N5. Der Bau der Autobahn beginnt nicht vor 2011 – 2012 und befindet sich aktuell noch in der Planungsphase. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Bau noch weiter verzögert. Das Tiefbauamt des Kantons Bern, Besitzer der Liegenschaft und auch Bauherr der N5, will auf dem Grundstück temporäre Parkplätze bauen. Die Parkplätze sowie die N5 Quartier verschandeln. Anstatt auf einen großen Garten, werden die Nachbarinnen von Ihren Gemeinschaftsgärten auf eine Betonfläche blicken. Es ist nicht das erste Mal, das Wohn- und Lebensraum für Parkplätze zerstört werden. Hier ist zu erwähnen, dass es in Biel durchaus nicht an Parkplätzen mangelt, die meisten Parkings im Zentrum stehen leer!
Darüber hinaus werden durch die vernichtende Stadtentwicklung zwei Häuser mit Garten, einem Bistro, einem Freeshop, einem Konzertraum, einer Bibliothek etc. verschwinden.
Ist es nicht absurd, Abstellplätze für Autos einem vielfältigen Lebensraum vorzuziehen?

Seit dem Beginn der Besetzung am 4. Juni 2007 haben wir Verhandlungen mit den Besitzern geführt, um eine für beide Parteien annehmbare Lösung zu finden. Wir haben rund 60 bauliche Renovationsmassnahmen, die vom Tiefbauamt auferlegt wurden erfüllt, darunter Arbeiten am Dach und den Kaminen, Installation von Heizungen, alle sanitären und elektrischen Installationen etc. Diese Arbeiten wurden auf unsere Kosten von einem Architekten, der Feuerpolizei sowie einem konzessionierten Elektriker abgenommen. Alle diese Arbeiten beanspruchten mehrere hundert Stunden Arbeit unter Unterstützung von dutzenden externen HelferInnen!

Uneinigkeit mit dem Tiefbauamt besteht über die finanzielle Entschädigung der eingebüssten Mieterträge des Parkings von 3000 Franken, die von uns verlangt wird. In einer Absichtserklärung, die als Vorstufe zum Gebrauchsleihvertrag über fünf Jahre von uns verlangt wurde, erklärten wir uns letzten Herbst unter anderem zur Bezahlung dieser Parkplatzeinbussen bereit. Nach wie vor sind wir gewillt diesen Betrag zu bezahlen, das Geld liegt auf unserem Konto bereit. Der versprochene Vertrag liegt jedoch nach wie vor nicht vor und wir erhalten laufend Rechnungen für die Parkplatzmieten. Die Eigentümer haben sich’s kurzerhand anders überlegt. Wir sollen also bezahlen und können trotzdem jederzeit ohne Vorwarnung auf die Strasse gestellt werden! Die Besitzer haben sich aus jeder Verantwortung herausgezogen, wir aber müssen alle von ihnen verlangten Auflagen einhalten.

Als Reaktion auf unsere schriftliche Forderung nach einer Sicherheit mittels Vertrag (Ende März) haben wir eine Aufforderung zur Räumung auf den 19. Mai, 12:00 Uhr, erhalten. Die Besitzer wollen uns nun trotz allem auf die Strasse setzen, unter der Begründung, wir hätten die Vertrauensbasis zerstört(!).

Das Verschwinden der Häuser bedeutet den Verlust eines Lebensraums, eines Ortes für nichtkommerzielle und Alternative Kultur - ein wichtiger Verlust für die Stadt mit 49'000 EinwohnerInnen.

Wir sind nicht bereit Hunderte von Personen fallen zu lassen, die an unser Projekt glauben und die sich direkt oder indirekt am Leben des Hauses beteiligen.

Deshalb organisieren wir unterschiedliche Aktionen und Veranstaltungen in Biel.

24. April: Solidaritätskonzert im Haus mit René Binamé (B) + Récups (CH), freier Preis, 21 Uhr ! Volxküche 19 Uhr.

26. April: Musik in den Strassen: Verschiedene KünstlerInnen spielen an verschiedenen Plätzen in der Innenstadt und protestieren damit gegen die Räumung der Häuser. Falls Ihr auftreten wollt, kommt! 14 Uhr.

2. Mai: Solidaritätskonzert im Haus mit Flieger (StonerRock) + DJ. Freier Preis – 21 Uhr ! Volxküche 19 Uhr.

8. Mai: Lesung im Bistro mit Hagen: Kurzgeschichten aus dem eben erschienen Buch „Als der Kellner schoss“ und „Abschied“.

10. Mai: DEMONSTRATION – 14 Uhr – Bahnhofsplatz – Festivale Parade. Am Abend Solidaritätskonzert im Haus, Prix Libre!

11. Mai: Blockade-Workshop – Komm und entdecke wie Menschen ein fantastisches Mittel sind eine Räumung zu verzögern, zu behindern oder gar zu vehindern.

13. Mai: Wir übergeben die Petition den Besitzern mit Einladung der Medien.

15. Mai – 20 Uhr: Referat über die sozialen Kämpfe in Südamerika (Argentine, Chili, Bolivie). Fotos und Film eines Anarchisten. Volxküche 19 Uhr.

Ihr könnt uns ebenfalls mit einigen Sätzen unterstützen die wir auf unserer Website publizieren: www.labiu.ch.

Wir verfügen ebenfalls über Gästezimmer um euch unterzubringen und uns zu unterstützen.

Für nähere Auskünfte: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst JavaScript aktivieren, damit du sie sehen kannst - LA BIU – Wydenauweg 38 + 40, 2503 Biel