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Demo in Bern 8.12.07 zum 26. Inhaftierungs- Jahrestag

Bern-Berlin-Philadelphia-San-Franzisco Demos für Mumia Abu Jamal
am Samstag 8.12.07 Bern 14.00 Uhr Heiliggeistkirche-BH Ausgang Neuengasse
Kundgebung anlässlich des 26. Inhaftierungsjahrestages von Mumia Abu-Jamal: Freiheit für Mumia und zwar sofort .Die Demo findet gleichzeitig mit der Demo für die Freiheit von Mumia Abu Jamal in Berlin statt!

Mumia Abu-Jamal sitzt aufgrund eines von Rassismus, Klassenjustiz und politischer Repression geprägten Verfahren seit 25 Jahren mit einem Todesurteil in den USA im Knast. 2x wurde angesetzte Hinrichtungen aufgrund massiver internationaler Proteste verhindert (1995 und 1999). Seit etlichen Jahren kämpft Mumia um ein neues Verfahren. Am 17.05.2007 fand darüber in Philadelphia, USA eine Anhörung vor dem 3. Bundesberufungsgericht, also der zweit höchsten möglichen juristischen Instanz statt.

Mit einer Entscheidung ist laut Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan ab jetzt täglich zu rechnen
An der Demo nahmen etwa 60 Personen Teil. Sie startete beim Bahnhof Bern und führte durch die Innenstadt über die Kirchenfeldbrücke zur Amerikanischen Botschaft. Die Demo war von Parolen und Redebeiträgen begleitet, welche auf die Situation des seit 26 Jahren in den USA inhaftierten Mumia Abu Jamal informierten.
Die Demo wurde wie schon oft von einem netten Bullenaufgebot begleitet, leider waren die Blauen konzeptlos wie immer. Nach dem Besuch der Demo bei der amerikanischen Botschaft sperrten die Bullen den Zugang zur Innenstadt an der unteren Kirchenfeldbrücke ab. ¨Da die Demo nicht durchkonnte bestiegen viele Leute kurzerhand ein Tram, doch die Bullen wollten es erst nicht durchlassen und ordeten dann an, dass das Tram erst beim Hirschengraben halten würde (3 Haltestellen wurden übersprungen). Die Leute im Tram die nicht soweit fahren wollten stiegen aus, und ärgerten sich über die sinllose Aktion der Bullen. Viele der ausgestiegenen winkten den AktivistInnen im Tram zu als wir über die Kirchenfeldbrücke an ihnen vorbeifuhren. Im Tram gab es noch ine weitere Durchsage per Megafon um den Fahrgästen zu erklären warum wir unterwegs waren und dass sie ihre Reklamationen für die ausgefallenen Haltestellen doch an die berner Polizei richten sollten. Die Fahrgäste applaudierten und die Stimmung war super. Beim Hirschengraben, formierte sich die Demo neu und ging lautstark immer noch mit den Bullen am Arsch über die grosse Schanze zur Reithalle wo sie sich auflöste.

Brick by Brick, Wall by Wall, we gona free mumia Abu Jamal!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!
Flugblatt: Freiheit für Mumia Abu Jamal
Brick by brick, wall by wall, we gonna free Mumia Abu-Jamal!

Kundgebung anlässlich des 26. Jahrestages der Inhaftierung von Mumia Abu-Jamal
Samstag, 8.12.2007 vor der US-Botschaft Bern

Mumia wurde am 9.12.1981 von einem Polizisten niedergeschossen, lebensgefährlich verletzt und anschliessend inhaftiert. Ihm wurde vorgeworfen, eben diesen Polizisten ermordet zu haben. Wir wissen, dass sein Prozess 1982 stark von rassistischen, politischen und finanziellen Manipulationen beeinflusst war, die dem mittellosen Mumia Abu-Jamal keine Chancen auf Verteidigung liessen. Er wurde zum Tode verurteilt. Bereits zweimal konnte seine Hinrichtung durch eine starke internationale Solidaritätsbewegung verhindert werden (1995 und 1999). Mumia wurde infolge dieser breiten Solidarität z.b Ehrenbürger der Stadt Paris & Detroit.
26 Jahre nach seiner Inhaftierung fordern wir von den politisch Verantwortlichen in diesem "Justizskandal", Mumia sofort feizulassen werden. Mumias Verfahren war immer ein politisches, es ging nie um juristische "Beweise". Es gibt in den USA zwar eine Menge vergleichbarer Verfahren, da ein Grossteil der TodeszelleninsassInnen ähnliche hilflose "Pflichtverteidigung" und mangelndes Interesse seitens der "aufklärenden" Behörde erfährt und zumeist aufgrund der Hautfarbe und der sozialen Klassenzugehörigkeit verurteilt wird.
In Mumias Verfahren spielen aber zusätzlich auch politische Interessen eine Rolle, den als "the voice of the voiceless" bekannten Journalisten endgültig zum Schweigen zu bringen.
Der jetzige Governeur Pennsylvenias, Ed Rendell war damals Oberster Staatsanwalt. Er müsste die manipulierten Beweise verantworten, sollte Mumia freigesprochen werden. Mumia hat bis heute nie aufgehört, rassistische Diskriminierung, soziale Missstände, Polizeikorruption und - Gewalt oder die globale Kriegspolitik seines Landes zu beschreiben und verbal anzugreifen. Seine Stimme wird nach wie vor in den USA und international gehört.
Wir unterstützen Mumias aktuelle Bemühungen beim Erkämpfen eines neuen Verfahrens. Wir wissen aber auch, dass ihm dies nicht einfach nach juristischen Massstäben gewährt werden wird. Sonst wäre er längst frei. Mumia ist auf öffentliche Unterstützung angewiesen, damit in den USA der Druck entsteht, der die Kräfte in die Schranken weist, die die Akte Mumia Abu-Jamal für immer schliessen wollen - sei es aus persönlichen Karrieregründen oder der grundsätzlichen Absicht, politische Gefangene mundtot zu machen. Sollte Mumia in der für diesen Winter erwarteteten Entscheidung vom 3. Bundesberufungsgericht eine negative Antwort über seine Forderung nach einem neuen Verfahren erhalten, werden wir innerhalb weniger Wochen eine Demonstration mit Ziel US-Botschaft organisieren. Noch länger, nämlich bereits 31 Jahre ist Leonard Peltier in den USA inhaftiert. Er ist ein Aktivist der American Indian Movement, dem in den 70ern ebenfalls ein Mord an zwei Polizisten unter geschoben wurde.

Freiheit für Mumia Abu-Jamal!
Freiheit für Leonard Peltier!
Freiheit für alle politischen Gefangenen  
Abschaffung der Todesstrafe weltweit!

Berner & Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal  
Wir grüssen solidarisch und kämpferisch  die gleichzeitig stattfindenden Demos für  Mumia Abu Jamal heute  8.12.07 in Berlin - San Franzisco –Philadelphia – New York – Marseille -Paris

Kontakt Bern : Solikomitee Mumia Abu Jamal  c/o Fauch Murifeld Muristrasse 75a, 3006 Bern, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst JavaScript aktivieren, damit du sie sehen kannst
contact: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst JavaScript aktivieren, damit du sie sehen kannst - 04 91 42 98 47

Kommentar zum Legal Update vom November 2007

Mumia Abu-Jamal ist seit Anfang der 80er im Hinrichtungstrakt in Pennsylvenia, USA. Im Mai diesen Jahres gab es eine Anhörung vor dem 3. Bundesberufungsgericht in Philadelphia über Mumias Antrag auf einneues Verfahren. Sein erstes von 1982 war von Manipulationen,Rassismus und politischer Repression geprägt. In einem "legal update"informierte Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan über juristische aktuelle Vorgänge.

Wie Mumias Anwalt berichtet, hat die Anklagevertretung im Okober 2007 erneut das 3. Bundesberufungsgericht in seiner Zuständugkeit in Frage gestellt. Verwiesen wurde auf verwandte Entscheidungen im Zusammenhang mit rassistischer Beeinflussung bei der Auswahl von Geschworenen sowie die Entscheidung des Surpreme Court, im Januar über die Verfassungsmässigkeit der Giftspritze bei Hinrichtungen in den USA zu verhandeln.

Natürlich hat Mumias Verteidigungsteam darauf reagiert. Am 1.November forderten sie mit Analyse des Anklageschreibens das Gericht auf, diese Verzögerungstaktik zurückzuweisen.

Das wirft natürlich Fragen auf: Hat der Prozess über die zukünftige Durchführung von Hinrichtungen in den USA Einfluss auf die Entscheidung des 3. Bundesberufungsgerichtes in Mumias Berufungsbemühungen? Doch wohl nur dann, sollte die Todesstrafe hier noch im Raum stehen. Oder hat die Anklage Angst, Mumia könnte hier Erfolg haben und versucht daher, die Entscheidung vor klarere Befürworter_innen der Todesstrafe zu verlagern?

Es ist an sich eine müssige Spekulation, da solche Institutionen sich nicht in die Karten schauen lassen. Nur eines steht mit Sicherheit fest: Seit dem 17. Mai 2007 steht die Entscheidung des Gerichtes aus. Sie ist schon überfällig. Auch das ist in Mumias juristischer Geschichte keine Neuigkeit. Seit der Aussetzung der Todesstrafe und Umwandlung in "Lebenslänglich" 2001 durch Bundesrichter Yohn hat es bis zum Mai diesen Jahres gedauert, bis überhaupt eine öffentliche Anhörung von Mumias Widerspruch stattgefunden hat.

Wie Mumias Anwalt völlig richtig kommentiert, müsste nach juristischer Massgabe Mumia längst ein neues Verfahren erhalten haben. Jedoch erwähnt er auch, dass er in seinen mehr als 100 Todestrafenprozessen davor noch nie soviel "...entscheidene Verfassungsbrüche, Rassismus,Manipulation und Ungerechtigkeit..." gesehen hat, wie in diesem Fall.

Im Dezember jährt sich Mumias Haft zum 26. Mal. Nach wie vor ist Mumia auf öffentliche Unterstützung angewiesen, was auch immer auf juristischer Ebene passiert. Die breite Öffentlichkeit und die daraus resultierenden Proteste waren bekanntermassen in der Vergangenheit der einzige Garant, der die Hinrichtung von Mumia bereits zweimal (1995 und 1999) verhindern konnte.

Free Mumia: DAY AFTER und Soliarbeit


Nachdem auf indymedia vor einiger Zeit schon über die Vorbereitungen zur Unterstützung von Mumia in den USA zu lesen war (mehr hier) , gibt das Berner & Berliner Bündnis Freiheit für Mumia Abu-Jamal jetzt ein DAY AFTER Konzept bekannt.

Berlin:
Am Tag nach der Gerichtsentscheidung wird es eine Infoveranstaltung im CLASH im Berliner Mehringhof geben:
CLASH, Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin (Ubhf Mehringdamm U6/U7)
Bern:
Am Tag nach der Gerichtsentscheidung wird es eine Infoveranstaltung im Infoladen Reithalle,Neubrückstrasse Bern geben

Inhalt wird die Entscheidung mit juristischer und politischer Analyse sowie die kommenden öffentlichen Reaktionen sein. Uhrzeit: werktags um 20:30 oder am Wochenende um 19:30.

Sollte Mumia das von ihm geforderte neue Verfahren bekommen, wird das von öffentlicher Berichterstattung und Spendensammlung für dasAnwaltsteam begleitet werden (Spendenaufruf).

Wird aber das Todesurteil oder irgendeine andere negative Entscheidungfür Mumia gefällt, wird es innerhalb weniger Wochen zu Demonstrationen in Berlin und Bern (und weltweit in anderen städten)mit Ziel US-Botschaft kommen. Sinn und Zweck wäre es zunächst, der öffentlichen Wut und Empörung über die Entscheidung sowie der Forderung nach Freiheit für Mumia Nachdruck zu verleihen. Ab wann und wo es Mobilisierungsmaterial (Plakate, Aufrufe etc) gibt,wird auf dieser Veranstaltung und/oder über Betreff: "Notfallliste" zu erfahren sein.

Natürlich wäre das nur der erste Schritt.

Mumias Hauptanwalt Robert R. Bryan weist in seinem jüngsten "legal update" berechtigterweise darauf hin, dass diese Entscheidung nicht sofort rechtskräftig ist, da die unterliegende Seite auf jeden Fall den Surpreme Court anrufen wird. Dieser lehnt jedoch 98% aller Fälle ab. Die Unterstützer_innenbewegung glaubt jedoch nicht, dass Mumia mit einem negativen Urteil hier Gerechtigkeit bekommen würde.

Für die Bewegung heisst das also, lediglich mehr Zeit zum Mobilisieren zu bekommen, als in der Vergangenheit manchmal angenommen wurde. Das Bündnis denkt hier an überregionale Vernetzung und europäischen Austausch mit dem Ziel, einen europäischen Aktionstag hinzubekommen.
Erste Kontakte bestehen bereits, an einem Ausbau besteht grosses Interesse.

FAUCH Regionalgruppe Murifeld/Bern
Unterstützt:
Gruppe Denkmal,Bern

Nachdem bereits am Mittwoch die Reuters-Nachrichtenagentur äußerst sachlich und überraschend positiv über faktische Widersprüche und unterschlagene Tatsachen in Mumia Abu-Jamals ursprünglichem Verfahren berichtete, misslang einigen von Mumias Gegner_innen heute ein beabsichtigter medialer Propagandaschachzug.
Die Witwe des 1981 erschossenen Polizisten Daniel Faulkner veröffentlichte zusammen mit dem rechten Nachrichtenkommentator Michael Smerconish aus Philadelphia ein Buch, indem sie ihre traumatische Sicht der Dinge darlegt und versucht, die "Beweisführung" gegen Mumia von 1982 zu rechtfertigen.
Donnerstag früh hatte sie US-weit Gelegenheit dazu, dass im NBC Programm "News Today" live zu tun. Obwohl niemand von Mumias Unterstützer_innen zur Sendung eingeladen wurde, gelang es ihr nicht, irgendetwas von Belang zu präsentieren. Im Gegenteil:
Die seit 2006 bekannten Fotos des Pressefotografen Pedro P. Polakoff, welche zuerst von Michael Schiffmann in dem Buch "Wettlauf gegen den Tod", promedia 2006, veröffentlicht wurden, sind seit heute in den öffentlichen Mainstream-Nachrichten präsent.
Natürlich wird es nicht lange dauern, bis die Gegenseite von Mumia hier irgendetwas entgenzusetzen versuchen wird, aber eines ist jetzt in aller Öffentlichkeit klar:

Der Tatort wurde von der Polizei 1981 manipuliert, ein Polizist hat in Mumias Verfahren 1982 über die forensische Bergung der möglichen Tatwaffen einen Meineid geschworen und es gibt keine sichtbaren Einschusslöcher des sog. "Massakers", welches laut Prozeß Mumia begangen haben soll.
Hier kann der knapp 8-minütige Trailor gesehen werden.

In dem Trailor ist auch eine ganz kurze Interviewsequenz mit Mumias Hauptanwalt vom Mittwoch dieser Woche sowie 2 Kameraschwenks über eine Mumia-Unterstützungskundgebung in New York vom Donnerstag Morgen (6.12.2007) zu sehen.

Seit Mai 2007 arbeiten die "Journalists for Mumia" aus Philadelphia, USA daran, diese Fotos einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Hintergrund ihrer Bemühungen ist es, die Notwendigkeit von Mumias Forderung nach einem neuen Prozeß zu untermauern.
Im Augenblick scheint es, als ob sie dabei einen grossen Schritt nach vorne gegangen sind.

weitere Informationen:
http://www.mumia-hoerbuch.de
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Mumia Solidemos seit Jahren wieder zum ersten mal International
Nicht nur in Berlin gab es am 8.Dezember öffentliche Solidarität mit Mumia Abu-Jamal.
Zeitgleich fand im Schweizer Bern eine Demo von Mumia-Unterstützer_innen statt. Auch in Marseille und Paris gab es am selben Tag Kundgebungen für Mumia. In den USA gingen ebenfalls in New York, San Francisco und Philadelphia Menschen für Mumia auf die Strasse. Hier in Berlin hatte das Berliner Mumia-Bündnis aufgerufen.
Bei bestem Frühwinterwetter fand am Samstag vor der Berliner US-Botschaft eine Kundgebung für Mumia Abu-Jamal statt. Er wurde am 9.Dezember 1981 verhaftet, also genau vor 26 Jahren. Ein weiterer Anlass war der Internationale Tag der Menschenrechte am 10. Dezember.
Bericht von der Berliner Kundgebung für Mumia Abu-Jamal
Knapp 150 Leute waren erschienen. Im ersten Teil der Kundgebung ging es schwerpunktmäßig um Mumias aktuellen Kampf um ein neues Verfahren, den biographischen und politischen Hintergrund der 70er und 80er Jahre (http://de.indymedia.org/2007/11/200552.shtml) sowie um die aktuellen Entwicklungen der Todesstrafe in den USA. Seit dem 26.September diesen Jahres sind dort vorerst die Hinrichtungen gestoppt.
Zwischen den Redebeiträgen gab es immer wieder Parolen in Richtung der von Polizei abgeschirmten Botschaft. Die englischsprachige Parole "Brick By Brick, Wall By Wall - We Gonna Free Mumia Abu-Jamal!" ging den Meisten nur schwer über die Lippen, "Freiheit für Mumia Abu-Jamal! - weg mit der Todesstrafe überall!" oder "free Mumia - Now!" schienen einfacher zu sein. Hier besteht wirklich Bedarf an neuen und kreativen Slogans.
Aufgelockert wurde die Kundgebung von speziell zu Mumia ausgesuchter Musik. Eine mobile Tee- und Kaffeeküche half den Anwesenden, die Kälte zu überstehen. Außerdem gab es einen gutsortierten Infotisch, wo Hintergrundtexte etc. zum Mitnehmen auslagen. Einige fingen gleich an, das Infomaterial an die zu Tausenden vorbeiströmenden Passant_innen zu verteilen. Zumindest der Kampf gegen die Todesstrafe stieß dabei häufig auf Interesse, wurde er in den letzten Tagen ja auch oft in den Mainstream-Medien erwähnt.
Im zweiten Teil der Kundgebung gab es dann einige Gastredebeiträge, so z.B. vom Netzwerk für politische Gefangene, die über Leonard Peltier berichteten. Er ist als Aktivist der American Indian Movement 1976 zu zweimal Lebenslänglich verurteilt worden. Ähnlich wie bei Mumia wurde ihm sogar zwei Morde an Polizisten untergeschoben. Das Netzwerk kündigte eine Infoveranstaltung an, auf der sie weitere Hintergründe und Überlegungen zu Leonard Peltier präsentieren wollen. http://www.mumia-hoerbuch.de/termine.htm
Danach gab es ein Original-Audio von Mumia selbst zu hören. Er beschrieb darin den gewaltsamen Tod des Flüchtlings aus Sierra Leone, Oury Jalloh, der im deutschen Dessau im Polizeigewahrsam verbrannt war. Mumia forderte auf, diesen Tod nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. http://initiativeouryjalloh.wordpress.com/
Anschließend informierte ein Beitrag der Chipkarten-Initiative über die "De*fence"-Kampagne, die bereits seit einigen Wochen in Berlin gestartet ist. Ziel dieser Kampagne, die bis in den Sommer nächsten Jahres angelegt ist, ist die Wiedereinführung des Asylrechts in diesem Land.  http://www.chipkartenini.squat.net/
Danach berichtete das Berliner Mumia-Bündnis über die Vorbereitungen zur erwarteten Urteilsverkündung durch das 3.Bundesberufungsgericht. In Anlehnung an das Konzept der US-Unterstützer_innen von Mumia ("DAY AFTER") gibt es in Berlin und in Bern bereits konkrete Anlaufpunkte für den Tag nach der Urteilsverkündung, um möglichst länderübergreifend vernetzt reagieren zu können, sollte Mumia nicht das von ihm geforderte neue Verfahren erhalten. http://www.mumia-hoerbuch.de/bundnis.htm#vorbereitungurteil2
Im offenen Teil der Veranstaltung berichtete dann ein Sprecher der VVN/BDA zuerst über neue NPD Aktivitäten in Berlin und äußerte dann die Hoffnung, Mumia selbst vielleicht schon in naher Zukunft in Berlin begrüßen zu können. Es wurde dann noch auf weitere Kundgebungen und Demos der kommenden Tage hingewiesen und zum Abschluß der Mobilisierungdredebeitrag für die kurz danach in der Nähe startende Freiräumedemo verlesen. http://koepi137.net/

weitere Infos zu den Themen der Kundgebung:

http://www.mumia-hoerbuch.bundnis.htm (Berliner Mumia-Bündnis)
http://www.mumia-hoerbuch.de/termine.htm (Mumia-Unterstützungstermine )
http://www.abu-jamal-news.com (Journalists for Mumia, USA)
http://www.prisonradio.org/mumia.htm (Original Audios von Mumia)
http://www.leonardpeltier.net (Leonard Peltier Defense Commitee)
http://initiativeouryjalloh.wordpress.com (Oury Jalloh Initiative)