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Heute versammelten sich an die 300 Menschen vor der Reitschule in Bern um gegen den Brandanschlag auf das Antifa Festival, welches vom 2.-5. August in der Grossen Halle der Reitschule stattfand, zu protestieren.
Sehr geehrte Medienschaffende

Heute versammelten sich an die 300 Menschen vor der Reitschule in Bern um gegen den Brandanschlag auf das Antifa Festival, welches vom 2.-5. August in der Grossen Halle der Reitschule stattfand, zu protestieren.

Ein Anschlag, der verübt wurde um zu töten; dies dürfte nach dem bekannt werden der Ausmasse des Brandsatzes wohl allen klar geworden sein. Nochmals zur Erinnerung:
Die Flamme schoss etwa 4-5 Meter in die Höhe und der Feuerball welcher sich dabei bildete, hatte ca. einen Durchmesser von 9 Metern. Dies entspricht in etwa einer Fläche von 60 Quadratmetern.

Die Demo verlief durchwegs selbstdiszipliniert und führte am Deflagrationsort seitlich der Reitschule vorbei, wo mit blauer Farbe und einer Dachlatte die Masse der Deflagration markiert wurden. Weiter führte die Demo via Neubrückstrasse, Bollwerk, Speichergasse, Bärenplatz, Zeughausgasse zum Kornhausplatz, wo die erste Rede gehalten wurde (Anhang1). Die Route führte weiter in die Altstadt am Rathaus vorbei und durch die Kramgasse zurück, in die Marktgasse wo eine zweite Rede gehalten wurde (Anhang2). Über Bundesplatz, Bundesgasse und Bahnhofsplatz führte die Demoroute zurück zur Reitschule. Viele Leute reagierten positiv auf die Demonstration und bekundeten ihre Solidarität mit Beifall. Die Flugblätter wurden aufmerksam gelesen, sowie den Reden gelauscht.

Wir rufen die Presse und die Polizei auf, diese Vorkommnisse nicht klein zu reden. Es kann nicht sein, dass versuchte Mordanschläge dieser Dimension verharmlost werden. Das Vertuschen solcher Vorfälle kann nur im Interesse der TäterInnen sein.

Wir werden keine Ruhe geben, bis der Vorfall geklärt ist!
Gegen jegliche rechte Gewalt!
Nie wieder Faschismus!

Autonome Antifa & Das Festivalteam


Vergangenes Wochenende, vom 2.-5. August, fand in der Reitschule Bern das 2.Antifaschistische Festival statt. Das Festival zog pro Abend an die 1500 BesucherInnen an und ist somit, nach der gelungenen ersten Ausgabe im Vorjahr, ein weiterer grosser Erfolg. In der Nacht vom 4. auf den 5. August aber, haben Unbekannte einen Rucksack mit einem Brandsatz direkt neben dem Mischpult mitten im Publikumsraum deponiert. Die OrganisatorInnen des Festivals haben diesen aber glücklicherweise frühzeitig entdeckt und durch einen seitlichen Notausgang aus der Grossen Halle gebracht kurz bevor der Zünder detonierte.
Eine 4-5 meterhohe Stichflamme schoss in die Höhe. Nur mit viel Glück konnte an diesem Abend verhindert werden, dass Menschen sterben oder ernsthaft zu Schaden kommen. Das Ausmass dieses Attentates wäre verheerend gewesen, wäre die Brandbombe im Innern der Halle detoniert. In dem Rucksack befanden sich mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Flaschen, welche mittels einer Zündvorrichtung zur Explosion gebracht wurden.
Als Reaktion auf den Brandanschlag wurde die Grosse Halle evakuiert und die weiteren Konzerte abgesagt. Dank der besonnenen Reaktion aller Beteiligten vor Ort verließen die BesucherInnen die Halle ohne Panik.
Ein Anschlag diesen Ausmasses auf linke Strukturen oder Anlässe ist in der Schweiz seit dem Jahr 1999, als das besetzte Haus „Solter-Polter“ in Bern von Rechtsextremen beschossen wurde, nicht bekannt. Offenbar gibt es aber heute militante Neonazistrukturen, die über die erforderlichen Fähigkeiten und die notwendige Logistik zur Durchführung von Anschlägen dieser Qualität verfügen. Ereignisse wie diese zeigen in aller Deutlichkeit auf, wozu FaschistInnen bereit sind.
Der Anschlag auf das Antifa Festival darf nicht als Bubenstreich abgetan werden, denn eine solche Tat bedarf der Vorbereitung und ist konkret darauf gerichtet Menschen zu töten. Wenn ein solcher Brandsatz in einem geschlossenen Raum, in dem sich ca. 1500 Personen aufhalten deponiert wird, kann nicht davon gesprochen werden, dass Tote in Kauf genommen werden. In einem solchen Fall sind Tote Ziel und Zweck der Tat. Solche Vorgänge dürfen nicht totgeschwiegen oder verharmlost werden. Erst recht nicht von den Medien und der Polizei.
Täglich werden Menschen Opfer von rechter Gewalt. AusländerInnen und Andersdenkende werden angegriffen, Asylunterkünfte angezündet. Der Anschlag auf das Festival bildet zwar einen traurigen Höhepunkt, ist aber kein Einzelfall.
Einer solchen Entwicklung muss dringend Einhalt geboten werden. Wir setzten heute nicht nur ein Zeichen gegen den Anschlag auf das Antifaschistische Festival in Bern, sondern gegen jegliche Form rechter Gewalt.

Vergangenes Wochenende konnte nur mit viel Glück verhindert werden, dass bei dem Brandanschlag auf das Antifa Festival Menschen zu Tode kamen. Einige durchgedrehte Nazis, die ihn ihrer verbohrten Ideologie keine Rücksicht auf Menschenleben mehr nehmen, sind jedoch nur die Spitze eines riesigen braunen Eisbergs. Durch die latent fremdenfeindliche Stimmung in der Schweiz werden solche Ereignisse begünstigt.
In einem Land in dem 70% der Bevölkerung einem fremdenfeindlichen Asyl- und Ausländerrecht zustimmen, in dem einzelne Bundesräte ungestraft die Abschaffung der Antirassimusstrafnorm fordern können und in dem gemäss offiziellen Umfragen über 10% der Bevölkerung antisemitisch sind. In einem Land, wo die Polizei AntifaschistInnen bei kreativen und friedlichen Aktionen verhaftet, während Rechtsextreme aufmarschieren können sind Anschläge von RechtsextremistInnen nicht viel mehr als eine logische Weiterführung ohnehin schon vorhandener Vorurteile. In einer Zeit, wo alle über Ausländer, Scheininvalide und Sozialschmarozer fluchen, wen sollte es da noch stören, wenn einige vermeintlich mutige, pflichtbewusste Patrioten die Reinhaltung ihres Landes in die eigenen Hände nehmen? Bestärkt von der Idee, dass nur umgesetzt wird, was alle denken und in der Annhame, dass ein solcher Anschlag somit allgemein akzeptiert würde haben die TäterInnen ihre kranke Phantasie in die Tat umgesetzt.
Abgesehen davon ist aber ein solcher Anschlag von rechter Seite kaum verwunderlich, denn die kaltblütige Eliminierung politischer GegnerInnen ist fester Bestandteil faschistischer Ideologie. Rechtsextremen Tendenzen und Ideologien müssen immer und überall überzeugt entgegengetreten werden.

Nie wieder Faschismus