500k - Eine halbe Million für Basel Nazifrei!

Spenden an:

Solidarisch gegen Rechts, 8005 Zürich
IBAN: CH88 0900 0000 1555 0973 8
Konto-Nr.: 15-550973-8
BIC: POFICHBEXXX

https://500k.ch/

Die Stadt Friedrichshafen hat offiziell bestätigt, dass die Jugendorganisation der NPD, die JN (Junge Nationaldemokraten) für den 18.8. von 13-16 Uhr einen Aufmarsch in Friedrichshafen angemeldet haben.
Die Veranstaltung steht unter dem Motto:"Gegen Faschismus und Intoleranz - Meinungsfreiheit für alle" (!)
Tatsächlicher Anlass dürfte der Todestag des ehemaligen Hitlerstellvertreters und in Alt- und Neonazikreisen als "Friedensflieger" verehrten Rudolf Heß am 17.8. sein.
Nachdem die zentrale "Heß-Gedenkkundgebung" in Wunsiedel (Nordbayern) heuer wohl zum dritten Mal in Folge verboten bleiben wird, wird die Strategie gefahren, möglichst viele kleine lokale Demos anzumelden. Einen Teil dieser Strategie stellt die Anmeldung in Friedrichshafen dar.
Friedrichshafen hat sich mit zwei Aufmärschen, einer Kundgebung seit 2005 und einer äusserst virilen Naziszene den zweifelhaften Ruf eines "Hotspots" für neonazistische Aktivitäten verdient.
Das Vorgehen von OB Büchelmeier und Polizeichef Wolfsturm wäre mit inkompetent noch äusserst wohlwollend umschrieben. Vielmehr muß bei Beiden von politischem Kalkül ausgegangen werden, prägte doch Büchelmeier 2006 für die "Strategie" der Stadt gegen die Nazis den Begriff des "engagierten Ignorierens".
Im Folgenden ist also nicht davon auszugehen, dass die beiden engagierten Ignoranten einen Versuch unternehmen werden, ein Verbot für die Nazidemo zu erwirken, hat Wolfsturms messerscharfer Intellekt doch schon das Hauptproblem am Aufmarsch der Rechten ausgemacht: Den Protest der "gewalttätigen Linksextremen"!

"Gegen Faschismus und Intoleranz" - Alles nur geklaut!

Was die Nazis wohl für einen genialen Schachzug halten -das "Klauen" von linken Codes und Slogans- verdeutlicht einmal mehr deren Einfallslosigkeit, eigene Themenfelder zu besetzen. Dies zeigte sich in der Vergangenheit an deren Beteiligung an den Anti-Hartz IV-Protesten bzw. die gegen den G8-Gipfel gerichtete Kampagne "Gib' 8".
Dass sie nun den "Anti-Faschismus" für sich entdeckt haben, ist weniger ein Anzeichen für die plötzlich aufscheinende Fähigekeit zu so etwas wie vernünftigem Denken, sondern vielmehr ein weiterer Versuch, die wenig schmeichelhafte Bezeichnung "Faschismus" für die eigenen politischen Konzepte loszuwerden.
Nationalistische, rassistische und antisemitische Ideologie soll (zumindest öffentlich) vom Modergeruch der Vergangenheit, vom Hitlerfaschismus reingewaschen werden.
Dass diese Distanzierung vom "Dritten Reich" natürlich nur oberflächlicher Natur ist, weiß jedeR, der/die sich genauer mit der NPD und der mit ihr verbandelten "Freien Kameradschaften befasst. Nur mühsam gelingt es deren Protagonisten, den Anschein der Verfassungsmäßigkeit aufrecht zu erhalten. Als Beispiel sei nur Udo Voigt, der Vorsitzende der NPD genannt, der hier durchaus exemplarisch für seine Partei steht: 2006 hielt er sich in Budapest auf, um an einem SS-"Heldengedenken" teilzunehmen.
Wenn nun Angehörige der NPD das "BRD-System" als faschistisch bezeichnen, wirkt dies eher lächerlich, gar als Projektion der eigenen Wünsche auf das verhasste System.
Wer sich mit dem historischen Faschismus befasst, wird schnell feststellen, dass Faschisten die bürgerliche Freiheit nur solange verteidigen, wie sie ihnen nützen.
Was die NPD heute unter "Meinungsfreiheit" versteht, stellt eine totale Umkehrung dieses Begriffs dar. Ihnen geht es darum, die Kriegsverbrechen der Wehrmacht und Waffen-SS zu leugnen bzw. diese Taten als heldenhaft und nahcahmungswürdig darzustellen. Als "Meinungsfreiheit" verstehen die Nazis die Leugnung des millionenfachen Genozids an den jüdischen, ziganen und "lebensunwerten" Menschen in Europa.
Die Leugnung der Realität der Shoah stellte für deren Opfer, alle AntifaschistInnen und nicht nur für sie eine unerträgliche Situation dar!

Es liegt allein an uns und Euch, dem braunen Treiben entgegenzutreten!

NS-Verherrlichung stoppen und Nazis versenken!
Es gibt kein ruhiges Hinterland für FaschistInnen!

_______________

Kurz vor dem Naziaufmarsch am kommenden Samstag, den 18.8., findet eine überregionale Antifa-Demo in Friedrichshafen statt.
- Start ist 11 Uhr beim Jugendzentrum Molke (Meistershofener Straße 11)
- Ziel ist der Stadtbahnhof von Friedrichshafen, wo die Nazis sich sammeln.
Die Demo ist Teil des bundesweiten antifaschistischen Aktionstages "NS-Verherrlichung stoppen".
Spread the Message! Jetzt!

http://www.ns-verherrlichung-stoppen.tk/
https://konstanz.antifa.net/
http://ravensburg.antifa.net
http://www.linksrhein.de/