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Während 10 Tagen trafen sich AnarchistInnen aus der deutsch-schweiz, der Romandie und auch Leute aus der ganzen Welt in Tahlheim bei Winterthur für das diesjährige A-Camp. Es wurde eifrigst debatiert, diskutiert, gebadet, geplant und trainiert.
Nach dem Aufbau der Camp Infrastruktur begannen am Montag die ersten Workshops und Diskussionen zu unterschiedlichsten Themen. Diese standen dann auch neben dem herrschaftsfreiem Leben im Mittelpunkt des 'Campalltags' und dienten natürlich auch der Vernetzung der anarchistischen Bewegung.

In letzter Zeit haben sich in mehreren Schweizer Städten anarchistische und libertäre Strukturen gebildet. Neben Gruppen die schon seit längerer Zeit agieren, wie die Organisation Socialiste Libertaire oder die FAUCH, gibt es nun auch eine Libertäre Aktion Winterthur, die Libertäre Aktion Ostschweiz, Action Autonome in der Romandie und das Forum deutschsprachiger AnarchistInnen.

Camp Organisation – herrschaftsfreies Leben
Um den anarchistischen Idealen gerecht zu werden wurde versucht alle Hierarchien unter den Teilnehmenden abzuschaffen. So löste sich gleich zu Beginn die Vorbereitungsgruppe auf und Entscheidungen wurden gemeinsam in Pleni getroffen. Kochen, Putzen und auch der Infrastruktur Auf- und Abbau wurde von den Anwesenden organisiert und getragen. Beim Essen wie auch bei der Infrastruktur wurde darauf geachtet, dass die Umwelt miteinbezogen wurde. Gemüse, Wein und Brot kamen direkt von lokalen und biologischen Kleinbetrieben.

Workshops und Diskussionen
Workshops und Diskussionen entstanden spontan nach den Fähigkeiten und Interessen der Teilnehmenden AnarchistInnen. Das führte zu einer vielfältigen Palette von Themen. Nach kleineren Anlaufschwierigkeiten gab es dann ab Montag täglich ein volles Programm. Von Diskussion über Aktionen am 1. August, bis zu indigenem Widerstand im Südpazifik, von der Schwarzen Hilfe bis zum Bauen einer W-LAN Antenne wurden viele Aspekte anarchistischer Theorie und Praxis angesprochen. Gerade bei theoretischen Diskussionen wurde wieder einmal klar, dass es auch innerhalb des anarchistischen Spektrums verschiedene Ansätze und Strömungen gibt. Während PrimitivistInnen die Zivilisation als Ganzes ablehnen, schlagen SyndikalistInnen die Übernahme und selbstverwaltete Weiterführung der Fabriken und Betriebe durch die ArbeiterInnen als Lösung der gegenwärtigen Herrschaftsverhältnisse vor.

Es wurden diverse Tipps ausgetauscht, die das Überleben in der Diktatur des Kapitals zumindest ein bisschen vereinfachen. 'Eigentum ist Diebstahl' sagte schon Proudhon vor vielen Jahren.

Wer einmal keine Lust auf Diskutieren hatte konnte sich an der nahen Thur mit Wasser und Steinen vergnügen oder sich einfach unter einen der vielen Apfelbäume legen.

Ein Aktivist aus Aotearoa (Neuseeland) berichtete von Kämpfen im südpazifischen Raum: von der Demokratie Bewegung in Tonga und dem indigenem Widerstand der Maori und ihrem Kampf für Manamotuhake (Autonomie).

Wie nachhaltig die praktischen Workshops waren wird sich in zukünftigen Direkten Aktionen und Demonstration zeigen...

Ob es im nächsten Sommer wieder ein A-Camp geben wird, hängt davon ab ob sich wieder Leute finden, die in der Vorbereitungsgruppe aktiv sein wollen. An dieser Stelle sei der Orga-Gruppe herzlich für ihren Einsatz gedankt.

Für jene, die das nächste Camp nicht verpassen wollen: Es wird wahrscheinlich wieder keine grossen Ankündigungen geben, also haltet die Augen und Ohren offen!