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(Communiqué-quelle: indymedia)

"Am Dienstag, 09. Mai 2006, wird der Prozess gegen die Neonazis, welche im April 2003 Dominik B. und seinen Kollegen in Frauenfeld TG lebensgefährlich verprügelten, neu aufgerollt.
Für uns lässt sich Gerechtigkeit nicht durch die Justiz herschaffen, für uns sind nicht nur die vor Gericht stehenden Männer Täter. Darum und aus weiteren Gründen, welche wir nachfolgend erklären möchten, rufen wir zur antifaschistischen Frühlingskampagne auf.
 
 
// Justiz schafft keine Gerechtigkeit: NIE! //
Egal wie hoch die Strafen der Angeklagten Neonazis ausfallen wird - Der Überfall ist vorbei und begleitet die Opfer dennoch Tag für Tag. Faschismus ist nicht ein Verbrechen, dass sich durch spektakuläre Prozesse aus der Welt schaffen lässt. Wer die Wurzeln des Faschismus anpacken will, muss tiefer greifen.

// Kein Einzelfall //
Dieser Übergriff ist kein Einzelfall. In der gesamten Ostschweiz sieht sich die gewaltbereite Naziszene im Aufwind. Anzahl und Heftigkeit der Übergriffe von Neonazis auf Andersdenkende, MigranntInnen, Homosexuelle, Juden, Obdachlose und sozial Schwächere nehmen zu. Zudem ist in den letzten Jahren eine neonazistische „Konzertkultur" entstanden, die nicht zuletzt in der Ostschweiz, im Thurgau ihre Anfänge genommen hat. Die Neonazis versuchen darüber hinaus, sich weg von der reinen Skinheadsubkultur, zunehmend als Teil der normalen Alltagskultur zu etablieren und Zonen zu schaffen wo sie ungestört agieren können. Dabei inszinieren sie sich angesichts des zunehmenden Abbaus sozialer und politischer Freiheitsrechte als „revolutionäre Opposition". Doch anzubieten haben sie nach wie vor nichts ausser ihr extrem nationalistisches, autoritäres, antisemitisches, verschwörungstheoretisches und rassistisches - kurz unmenschliches Weltbild. Damit können und sollen die Zustände nur noch verschlimmert werden.

// Wir wissen, wo sie leben - Keine Ruhe für Neonazis //
In Regionen, in welchen ungestört geprügelt und rassistisch propagiert werden kann, lässt es sich auch für führende Nazikader gut leben. Beispiel Bernhard Schaub: Schaub, bekennender Holocaust-Lügner, tritt regelmässig an Veranstaltungen in der Schweiz (NAPO, PNOS, usw.) und in Deutschland (NPD, usw.) auf und hat enge Kontakte zur parlamentarischen Rechten (Schweizer Demokraten, Schweizerische Volkspartei, usw.). Dies belegt ein Adressbuch und weiteres Material, welches vor einiger Zeit durch AntifaschistInnen abgenommen werden konnte. Schaub ist im Kanton Thurgau wohnhaft - An einem uns bekannten Ort.
Auf Dauer können sie aber nicht aus der Anonymität operieren. Ziel der Kampagne ist auch, Neonazis und deren Strukturen zu outen und anzugreifen. Die ruhigen Zeiten sind vorbei!

// Warum Widerstand wichtig ist //
In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass die Neonazis immer dort, wo sie mit einem breiten, vielfältigen und entschlossen Widerstand konfrontiert wurden, mit ihrer erbärmlichen Ideologie auf die Dauer keine Chance hatten. Dementsprechend werden wir ihrem Treiben mit der Kampagne konsequenten antifaschistischen Widerstand für eine menschliche Gesellschaft entgegensetzen.

// Kriminalisierung von Antifaschismus //
Immer öfter ist es aber nicht nur rechte Gewalt, sondern auch die Polizei, die emanzipatorischem Engagement im Wege steht und AntifaschistInnen kriminalisiert und einschüchtern will. Dabei versucht sie, rechtsextreme Aktivitäten zu verheimlichen und antifaschistische Aktivitäten zu behindern um nicht den Ruf des Standortes zu gefährden.
Konsequenter Antifaschismus ist jedoch nicht kriminell, sondern notwendig. Aus diesem Grund richtet sich die Kampagne auch gegen die Kriminalisierung von Antifaschisten.

// Mehr als „Gegen Nazis" //
Die Aktivitäten der Polizei und des Staates zeigen es. Es gibt, siehe auch die folgenlosen Lippenbekenntnissen der Politiker, keinerlei Interesse an einem konsequenten Antifaschismus. Kein Wunder: Schließlich muss dieser sich gegen die Wurzeln rechten Gedankengutes in dieser Gesellschaft richten. Denn Faschismus fällt nicht vom Himmel. Vielmehr wurzelt er schon in der bürgerlichen Gesellschaft selbst. Jährlich Abschiebungen, repressive Polizeiverordnungen gegen alles was „die Ordnung" stört und der Abbau der sozialen und politischen Grundrechte (Hooligan-Gesetz, Wegweisungsartikel, usw.) durch die etablierten Parteien müssen dementsprechend ebenso Ziel des Widerstandes der antifaschistischen Linken sein wie die Aktivitäten der Neonazis. Doch die Analyse muss noch tiefer gehen. Denn die Einteilung der Menschen in Nationen, die autoritäre Organisation der Gesellschaft, Verherrlichung von „soldatischen Tugenden" wie Ordnung und Gehorsam, das kapitalistische Gesetz das nur der Stärke überlebt, nationale Identität, usw. all dies sind Strukturen und Prinzipien auf denen diese Gesellschaft aufbaut und welche die angeblich so „revolutionären" Nazis einfach nur übersteigern.

// Und jetzt? Aktiv werden! //
Sinn der Kampagne ist, sich mit zahlreichen Aktionen anzuschliessen und in lokalen Gruppen aktiv zu werden. Wir werden unsererseits Aktionen organiseren, informieren und Informationen zugänglich machen um diese wiederum für antifaschistische Zwecke zu nutzen. Bleibt aufmerksam, hört euch um und schliesst euch an!
Wir versuchen, die Informationen zur Kampagne möglichst breit zu streuen, sind uns aber bewusst, teilweise nur den radikalen Kern zu erreichen. Wir sind darum auf selbstorganisierte Menschen angewiesen, welche lokale Strukturen aufbauen und sich anschliessen. Über angegebene Mailadresse sind wir erreichbar für alle Interessierten und Medienschaffenden.

Beginnen wir mit dem Aufbau einer herrschaftsfreien und solidarischen Gesellschaft, frei von Rassismus, (Hetero-) Sexismus, Kapitalismus und Ausgrenzung.
Antifaschismus leben.

AntifaRechercheThurgau"

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>> Brandanschlag auf Charlie Pub Frauenfeld