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Communiqué zur Sauvage auf dem Neumarkt Winterthur vom 3.9.10

 

Am Abend des 3. Septembers 2010 haben bis zu 500 Leute mit einer "Sauvage" den Neumarkt in Winterthur für einige Stunden besetzt und zur Musik von Copy&Paste, Saalschutz und DJ Malik eine unbewilligte Party gefeiert. Wir haben so den öffentlichen Raum für diese Zeit zurückerobert und ihn selbstbestimmt gestaltet und genutzt.

In Zeiten, in denen die Krise und Perspektivlosigkeit des Kapitalismus für immer mehr Leute immer deutlicher wird, gewinnt die Kontrolle des öffentlichen Raums für die Herrschenden an Bedeutung. Mit massiver Videoüberwachung, starker Polizeipräsenz, immer neuen Verboten und der sogenannten „Aufwertung“ von ganzen Quartieren oder Stadtteilen wird versucht, den öffentlichen Raum zu einer reinen Konsum- und Shoppingmeile zu machen, natürlich unter dem ständig wachsamen Auge des Staates und dessen Schergen. Dass der öffentliche Raum auch immer Ort der politischen Auseinandersetzungen zwischen Herrschenden und Beherrschten war, versuchen sie so bewusst unter den Tisch zu wischen. Der Kampf um den öffentlichen Raum, die Öffnung der Strassen und Plätze für Aktionen, die nicht ins gewünschte Bild einer „sauberen“ Stadt passen und das Schaffen von unkommerziellen Ausgangsmöglichkeiten gewinnt deshalb heutzutage umso mehr an Bedeutung. Wir werden uns die Strassen und Plätze auch weiterhin nehmen – ohne Bewilligung und ohne Rücksicht aufs Standortmarketing und Neueröffnungen von Shoppingzentren.


Heute war's eine Party – morgen wird's eine Demo!

Neue Märkte erschiessen!


Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Die Strassen gehören uns!

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Folgender Flyer wurde an die Partygäste und PassantInnen verteilt:

Das Kesselhaus geht uns vorbei am Arsch.
Doch freuet euch, es ist Sauvage!

Heut' feiern wir, wie es uns beliebt
uns nicht wie uns das Gesetz diktiert!

Nein, scheissen tun wir auf die Gesetze,
die gutheissen Krieg und Menschenhetze!

Denn ein Krieg ist es - keine Frage -
der sich zuträgt dieser Tage.

Bist du Proletin oder Prolet,
so weisst du, um welchen Krieg es geht.

Doch gehorsam treu kriegt ihr uns nie
Auch nicht mit Marketing und Shoppingtherapie!

Und ganz egal ob Sulzer oder Implenia:
"Es Recht uf Eigetum het no niemer gha!"

Es sind nicht nur Bullen, Bonzen oder Banken - sicher auch -
doch viel tiefer wirkt der kapitalistische Brauch.

Gleich und gleicher schalten,
uns dabei noch ruhig zu halten,

Das wollen sie! Und das schaffen sie - noch hie und da,
doch nicht mehr lange, nicht für immer!
Denn wieder brodelt es in so manch Hinterzimmer.

Und irgendwann, wenn wir wirklich wollen und ganz in Rage
nehmen wir diese Volksvertreter, die ollen!
Nicht um sie grob zu verletzen,
aber um sie abzusetzen! Fristlos, ersatzlos und für immer.

Denn freuet euch, es ist Sauvage!