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Heraus zum 10. Antifaschistischen Abendspaziergang in Bern!

 

Vor 11 Jahren hat das Bündnis Alle gegen Rechts (BAgR) zum 1. Antifaschistischen Abendspaziergang in Bern aufgerufen.

 Damals hätten sich die Mitglieder der ersten Stunde wohl kaum vorstellen können, dass das Bündnis über 10 Jahre aktiv bleiben sollte und einst zum 10. Antifaschistischen Abendspaziergang in Bern aufrufen würde. Im vergangenen Jahrzehnt, hat das BAgR so einiges erlebt und geleistet: Die Wechsel im Team; die Änderungen der Organisationsform; die Sprayereien und Kreidekritzeleien; die Interviews; die Repression; die Umarmungsversuche und die Kriminalisierung von Seiten der Behörden; die bürgerliche Berichterstattung; über 4000 Leute an den unbewilligten Antifaspaziergängen 4 und 5; einen gewaltigen Dämpfer nach dem Aufgeben der Verschiebetaktik beim 7. Spaziergang; neuer Schwung bei der überregionalen Antifa-Kampagne “die Dinge in Bewegung bringen“; Beteiligung an diversen Bündnissen und Aktionen; unzählige Sitzungen; Solibars; Konzerte; Übungen; Demos; Diskussionen… Alles in Allem “same procedure as every year”. Bei aller Freude über die vielen kleinen Erfolge, die errungen werden konnten: Es gibt keinen Grund sich auszuruhen, denn die Ursachen, die zur Gründung des BAgR bewegt haben, bestehen weiterhin.

Deshalb rufen wir zum 10. Mal zum Antifaschistischen Abendspaziergang in Bern auf: Erneut wollen wir zeigen, dass es in Bern keinen Platz für FaschistInnen gibt und ein Zeichen gegen den kapitalistischen Alltag setzen.

Denn solange Rassismus, Ausgrenzung, Ausbeutung und Konkurrenz weiter existieren, werden wir auf die Ursachen dafür hinweisen und dagegen angehen.

Die Ideologien und Hetzkampagnen von Rechts verfehlen ihre Wirkung nicht: Fremdenfeindlichkeit ist eine weit verbreitete Reaktion auf die gravierenden Probleme unserer Zeit. Angst um „das Wohl der Nation“, die Arbeitsstelle, die Wohnung und sogar um die heimatliche Natur: In der Überfremdung der Eidgenossenschaft sehen viele ZeitgenossInnen das Problem für ihr ganzes Elend. Für sie gibt es kein Problem, für welches sich nicht AusländerInnen als Sündenböcke heranziehen liessen. So beliebt wie diese Schlussfolgerungen sind, so falsch sind sie.

• Es sind nicht die AusländerInnen, welche die Konkurrenz um Arbeitsplätze und Wohnungen eingerichtet haben, sondern die Staaten, welche die kapitalistischen Verhältnisse durchsetzen und garantieren.

• Die ArbeitgeberInnen, nicht die ausländischen Arbeitskräfte, haben Interesse daran, die Löhne zu drücken wo es nur geht, um den Profit zu maximieren.

• Es ist der weltweit eingerichteten, profitorientierten Produktionsweise zu „verdanken“, dass rücksichtlos alle natürlichen Ressourcen vernutzt und Natur und Umwelt zerstört werden.

• Es ist der Kapitalismus, welcher die Lebensgrundlage vieler Menschen zerstört und sie zu Flüchtlingen macht.

• Es sind nicht die Flüchtlinge, sondern die Regierungen, die „ihre“ Nationen im Kampf um Einfluss, Macht und Ressourcen zum Mittel des Krieges greifen lassen.

• Es ist Unsinn von Überfremdung zu sprechen, weil es die Staaten sind, welche Menschen überhaupt erst zu In- und AusländerInnen machen. Kaum auf der Welt, wird den Menschen auch schon ein Zwangsverhältnis aufgedrückt: Die Volksangehörigkeit per Pass! Durch dieses Herrschaftssystem werden überhaupt In- und AusländerInnen geschaffen.

Wir haben nicht länger Bock, diese Verhältnisse stillschweigend und widerspruchslos zu akzeptieren. Schliess dich dem Kampf gegen Staat, Kapital und Faschismus an!

Antikapitalistisch vorangehen, statt der Welt beim Untergang zusehen.

Heraus zum 10. Antifaschistischen Abendspaziergang, Samstag 02.10.2010, 20.00 Uhr, Heiliggeistkirche Bern

[Quelle: indymedia]