500k - Eine halbe Million für Basel Nazifrei!

Spenden an:

Solidarisch gegen Rechts, 8005 Zürich
IBAN: CH88 0900 0000 1555 0973 8
Konto-Nr.: 15-550973-8
BIC: POFICHBEXXX

https://500k.ch/

Der 1. Mai hat seinen revolutionären Charakter längst verloren – Der historisch bedeutungsvolle Tag, Kampftag der Klasse der Lohnabhängigen, erinnert heute meist nur noch an ein Fest der Sozialdemokratie, mit dem einzigen Zweck, sich selbst zu feiern. Wir haben nichts zu feiern.

Tag für Tag müssen wir frühmorgens zur Arbeit. Tag für Tag reproduzieren wir das, was uns immer wieder in neue und alte Zwänge drängt und wer sich traut, nach etwas mehr Freizeit, Lohn oder besseren Arbeitsbedingungen zu fragen, wird mit der Tatsache konfrontiert, dass Draussen noch viele warten, die auch einen Job wollen.
So prostituieren sich immer mehr Menschen für die Unternehmen, welche selbst dem ständigen Konkurrenzdruck des globalen Markts ausgeliefert ist. Temporär- und Teilzeitjobs nehmen zu. Wir arbeiten mehr als die Hälfte unseres Lebens für vier Wochen Ferien im Jahr. Wir bauen Häuser und können uns selbst keines leisten. Wir schieben im Büro Tausenderbeträge umher und unser Kontostand beträgt minus 200. Wir putzen Grossraumbüros und haben keine Zeit unsere eigene Wohnung zu pflegen. Wir lernen in der Schule und an der Uni vieles was uns ankotzt, und das nur, damit wir in dieser Marktwirtschaft funktionieren können. Was uns eigentlich interessiert und was wir gerne machen und lernen würden bleibt uns verwehrt. Und wenn wir einmal so alt sind, dass uns die Wirtschaft nicht mehr gebrauchen kann, müssen wir lernen mit wenig AHV-Kohle im Monat durchzukommen.
Viele wollen ihre objektive Situation ändern. Doch nur wenige bemerken dabei, dass Perspektiven im Kapitalismus immer nur Perspektiven fürs Kapital und nie für diejenigen sind, welche die Existenz dieses Systems überhaupt erst ermöglichen – Das Proletariat.
Dieses System lässt keine Veränderung im System zu. Es kann nur gesamthaft überwunden werden.

Der Gegensatz zwischen Kapital und Lohnarbeiterinnen und Lohnarbeitern wird mit allen Mitteln verteidigt. Der Staat übernimmt hier eine wesentliche Funktion. Viele Kapitalisten erzürnen sich zwar darüber, dass der Staat regulierend in die Wirtschaft eingreift. In Wirklichkeit brauchen sie ihn jedoch um ihr Privateigentum zu schützen.
Der Sozialstaat baut sich zwar selbst immer weiter ab – zu Gunsten des Kapitals - greift aber mit aller Härte in Streiks und Kämpfe auf der Strasse ein und übernimmt so eine regulierende Aufgabe. Der Wirtschafts-standort wird von sämtlichen Parteien und mit allen Mitteln verteidigt. Rücksicht auf diejenigen, welche die Folgen dieser Standortpolitik tragen müssen, wird natürlich keine genommen.
Die Schweiz als wirtschaftliche Einheit zusammenzuhalten ist noch aus einem anderen Grund ein grosses Unterfangen:
in der Schweiz treffen vier verschiedene Sprachen aufeinander und die regionalen kulturellen Unterschiede sind gross.
Seit Jahrzehnten schürt daher die Rechte in der Schweiz eine Angst vor der sogenannten "Überfremdung". In Wirklichkeit lenkt ihre Politik jedoch von den realen Problemen ab und stärkt eine vermeintliche nationale Einheit.
Doch Rassismus nützt uns ArbeiterInnen nichts. Rassismus nützt nur dem Staat und dem Kapital!

Nein, wir haben diesen Staat nicht gewählt! Wir wollen keinen Staat! Und auch keinen Sozialstaat! Eine solche Gesellschaft ist nicht unsere Gesellschaft!
Der 1. Mai mag für einige von uns ein besonderer Tag des Widerstandes sein – er sollte sich jedoch in eine alltägliche antikapitalistische Praxis einreihen, welche in der Schule beginnt, im Betrieb und an der Uni weitergeht und in den eigenen vier Wänden noch nicht zu Ende ist. Holen wir uns den revolutionären Charakter des 1. Mai zurück! Zeigen wir der Bourgeoisie, dass wir, die Klasse der Lohnabhängigen die Zukunft in die eigenen Hände nehmen und kämpfen - Bis zur sozialen Revolution!