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Unsere Geduld ist zu Ende - Wohlstand für alle!

Aus der Traum
Der Mythos der „sozialen Marktwirtschaft“ zerbröselt unter dem Druck der Krise. Aus der Traum von der Versöhnung von Profit und Massenwohlstand, von Akkumulation und Vollbeschäftigung, vom Happy-End der Klassengesellschaft im Wohlfahrtsstaat für alle; vorbei die Zeiten, in denen die Rechten argwöhnen mussten, die Gewerkschaften und die Sozialdemokratie arbeiteten still und leise an der Einführung des Sozialismus, wenn sie die Mitbestimmung im Betrieb vorsichtig ausweiteten, und viele Linke exakt das gleiche dachten und frohen Mutes, getreu der trotzkistischen Mär, den langen Marsch durch die Institutionen antraten. Die Traumhochzeit von Kapital und Arbeit vor dem Traualtar des Sozialstaates endet gegenwärtig im grossen Schlamassel - Abbau der Sozialleistungen, Kürzungen im Bildungswesen und Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse.
Um mehr als einen Trostpreis für die Arbeiterklasse ging es selbstverständlich nie: lebenslange Unterwerfung unter den Fluch der Arbeit – dafür zwischendurch etwas Urlaub, gelegentlich einen Teuerungsausgleich und dann und wann etwas Arbeitszeitverkürzung, aber bitte nicht zuviel. Wahrlich, diesen heutigen Tag werden wir nicht dazu nutzen, der Sozialdemokratie und den Gewerkschaften zu huldigen.

 

Tradition heisst nicht, die Asche bewahren, sondern die Flamme am Leben erhalten
Vor 120 Jahren forderten Arbeiterinnen und Arbeiter in Chicago während einem mehrtägigen Streik den Achtstundentag. In dessen Verlauf schoss die Polizei in die streikende Menschenmenge und tötete eine unbekannte Anzahl Streikender und richtete im Anschluss acht Anarchisten, welche an diesem 1. Mai Ansprachen vor den Streikenden hielten. Vor rund 120 Jahren entstand dieser Kampftag zum Gedenken an die getöteten Arbeiterinnen und Arbeiter und zum Kampftag für die Klasse der Lohnabhängigen.

 

Bullshit reloaded
Tatsache ist, dass unsere Wecker auch dieses Jahr immer noch frühmorgens klingeln. Leider tun sie dies nicht aus reiner Selbstgefälligkeit, nein, sie klingeln, um uns tagtäglich daran zu erinnern, dass wir die folgenden acht, neun, zehn oder gar noch mehr Stunden das zu reproduzieren haben, was uns immer wieder in neue und alte Zwänge drängt, indem wir unsere Arbeitskraft für einen Lohn verkaufen, welcher immer unter dem Wert des von uns Produzierten liegen muss. Studentinnen und Studenten, welche nicht vom Staat oder ihren Eltern unterstützt werden, müssen sich ihr Studium mit Nachtarbeit unter schlechten Bedingungen finanzieren und Schülerinnen und Schüler werden bereits in jungen Jahren mit dem kapitalistischen Alltag konfrontiert, in dem Jobs Mangelware sind und die Einbussen so hoch, dass sie schnell begreifen, „oben“ zu kriechen und unten zu treten. Leider merken dabei nur wenige, dass Perspektiven im Kapitalismus immer nur Perspektiven fürs Kapital sind.
Nachdem die Gewerkschaften und Parteien uns immer wieder aufs Neue verarscht haben, ist es mit unserer Geduld zu Ende. Wir haben den Verrat von Reconvilier und all die andern Scheinkämpfe nicht vergessen, denn sie gehen weiter. Sei es bei GateGourmet, den SBB, bei der Post oder sonst wo. Sie sind nur als regulierender und integrativer Teil des Ganzen zu verstehen, denn immer dann, wenn Arbeitskämpfe revolutionäre Tendenzen aufweisen, verhindern und blockieren Gewerkschaften diese – Es ist an der Zeit, daraus zu lernen und sich selbst gegen das Kapital zu organisieren.
Während hunderttausende Arbeiterinnen und Arbeiter auf der Strasse stehen, werden die Arbeitsbedingungen für die Lohnarbeiterinnen und Lohnarbeiter kontinuierlich prekarisiert. Wer sich in dieser Lage noch traut nach etwas mehr Lohn oder Freizeit zu fragen oder nur schon versucht, die bestehenden Arbeitsbedingungen zu verteidigen, bekommt zu hören, dass Draussen noch Massen stehen, die auch einen Job wollen. So prostituieren sich immer mehr für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, welche dem ständigen Konkurrenzdruck auf dem globalen Markt ausgeliefert sind und selbst wenig Möglichkeiten haben, die Prekarisierung einzudämmen. Dieses System lässt keine Veränderung im System zu. Es kann nur gesamthaft überwunden werden.

 

Verklärtes Geschwätz
Das angenehme Leben und der Wohlstand fürs Proletariat existieren im Kapitalismus nicht. Die Vorstellung, einzelne Arbeiterinnen und Arbeiter hätten die Möglichkeit sich dies zu erarbeiten, entpuppt sich immer wieder als verklärtes Geschwätz. Mit einem solchen Verständnis können wir uns nicht identifizieren. Eine solche Gesellschaft ist nicht unsere Gesellschaft.
Gegenwärtig fehlt den sozialen Kämpfen meist der offensive Charakter - verschwunden sind sie aber keineswegs. In Polen kam es beispielsweise in den letzten Jahren nicht nur zu monatelangen Betriebsbesetzungen und militanten Konfrontationen zwischen Bergarbeitern und der Staatsmacht, sondern auch zu Solidaritätsstreiks mit diesen Kämpfen. In Argentinien war die Besetzung der Textilfabrik Brukman und der Keramikfabrik Zanón ein Vorschein dessen, was revolutionäre Aneignung heißt: das Eigentum wurde in Frage gestellt, die Produktion in die eigenen Hände genommen, was die Arbeiterinnen und Arbeiter ohne die tätige Solidarität anderer prekarisierter Gruppen nicht hätten schaffen können. Sie änderten ihre Verhältnisse, die nicht mehr unter einer Betriebshierarchie stehen, und fingen an, alles kollektiv zu organisieren. Natürlich sind diese Aktionen noch mit allen Widersprüchen behaftet, die einem lokal begrenzten Befreiungsversuch aufgezwungen werden. Lohnarbeit und Kapital können letztendlich nur weltweit aus den Angeln gehoben werden. Deswegen wird die revolutionäre Bewegung – genau wie das Kapital - vor keiner nationalen Grenzen halt machen, andernfalls wäre sie verloren.

 

Weg mit dem alten Plunder!
Nirgends dürfen die Gewerkschaften das Sagen haben, die jeden Widerstand in die bestehende Ordnung integrieren. Überall müssen wir die Linke des Kapitals kritisieren, die den alten Plunder aus über hundert Jahren Reformismus feilbietet. Wir wollen eingreifen, mitkämpfen und uns selbst organisieren. Möglichst herrschaftsfrei, solidarisch und kämpferisch. Wilde Streiks, Sabotageaktionen, Informationsprojekte, Bildungskämpfe oder Beteiligung an dieser Demo. Dies wird erst der Anfang sein, aber wer weiß... manchmal überschlagen sich die Ereignisse!

Luxus für alle!
Lohnarbeit abschaffen!
Den kapitalistischen Alltag durchbrechen!
Herrschaftsfreiheit und Solidarität!
Geschlechterrollen zerschlagen!
Bildung für alle!
Gegen jeden Antisemitismus und Rassismus!
Kein Fussbreit für Faschismus!
Betriebe in die eigenen Hände nehmen!

FÜR DIE ANARCHIE

Raus aus dem ganzen Scheiss!
Rein in den „Wir wollen alles!“- Block!