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Veranstaltung

 

Vortrag von Sebastian Friedrich, Berlin, Mitarbeiter beim Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung, Redakteur bei kritisch-lesen.de und Mitherausgeber des Buches „Nation, Ausgrenzung, Krise. Kritische Perspektiven auf Europa“ (Verlag edition assemblage, 2013)

Montag 28. April 2014, 19:00 Uhr
Sääli im 1. OG des Restaurant Widder, Metzggasse 9, Winterthur

In Zeiten der in Europa grassierenden Krise wird einmal mehr deutlich, dass Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung vom Kapitalismus nicht zu trennen sind. Vielfach thematisiert wurde das am Beispiel Griechenlands, wo die extreme Rechte im Zuge der Krise klar im Aufwind ist. Europaweit dürfte das gesamte rechte Spektrum aus der aktuellen Finanzkrise gestärkt hervorgehen. Und auch in Deutschland schickt sich mit der AfD eine rechte Wahlalternative an, sich in der Parteienlandschaft zu etablieren. Nicht zuletzt aktuelle Debatten um die sogenannte „Armutsmigration“ zeigen allerdings, dass Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung nicht auf die extreme Rechte zu beschränken, sondern wesentlich in weiten Teilen der „Mitte“ verankert sind. Im Vortrag geht es anhand einer Analyse des deutschen Krisendiskurses um den Zusammenhang von Kapitalismus, Nationalismus, Rassismus und Krise. Wir diskutieren im Anschluss, mittels welcher Rassismus- und Krisenverständnisse wir die politische Situation in der Schweiz nach der Annahme der SVP-Einwanderungsinitiative besser verstehen können und welche antirassistischen und emanzipatorischen politischen Perspektiven nun verfolgt werden sollten.

Zum Buch

Der Sammelband »Nation – Ausgrenzung – Krise. Kritische Perspektiven auf Europa« untersucht Formen und Auswirkungen ausgrenzenden und nationalistischen Denkens im Kontext der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise in Europa. Ausgrenzendes Denken und nationalistisches Denken stehen in einem engen wechselseitigen Zusammenhang mit Kapitalismus und Neoliberalismus. Die mittlerweile schon Jahre andauernde Finanz- und Wirtschaftskrise macht dies einmal mehr und in aller Brutalität deutlich: Als »Schuldige« an der Krise werden die »Anderen« identifi ziert – sie werden als »faul«, als »unfähig« oder als »Last« beschimpft. Die »Anderen«, das sind zum einen soziale Gruppen innerhalb der europäischen Staaten, wie etwa Migrant_innen, »Minderheiten« oder Sozialleistungsabhängige. Zum anderen sind dies aber auch gleich ganze Länder, wie etwa die südeuropäischen. Die nationalistische und ausgrenzende Unterscheidung zwischen einem guten »Wir« und einem schlechten »Sie« ist längst zu einem festen Bestandteil der Diskussionen in Medien und Politik geworden.

Mehr Infos: http://www.annotazioni.de/nation-ausgrenzung-krise