StandortFUCKtor Winterthur

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01.05.16, Rede: 1. Mai (LAW)

 

Heute am 1. Mai stehen wir wieder auf der Strasse –Wir stehen hier und heute auf der Strasse – auf unserer Strasse, in unserer Stadt. Diese Stadt – unsere Stadt, ist unser Lebensmittelpunkt. Wir wohnen nicht nur hier, wir leben hier! Wir sind es, die diesen Ort mit unseren Ideen lebendig halten.

 

Im Widerspruch zu uns und unseren Bedürfnissen in dieser Stadt steht die kapitalistische Logik. Diese versucht uns und unsere Grundbedürfnisse wie Wohn- und Lebensraum messbar - bewertbar zu machen. Diese Logikmacht unsere Stadt zum Spielplatz für die Meistbietenden. Wer kein karrieregeiler Yuppie ist, oder sonstwie nicht ins Hochglanz-Stadtbild der Marketingbüros passt, stört und muss weg.

 

Diese Stadt – unsere Stadt – ist aber auch Lebensmittelpunkt für ganz viele, die keine Karriere machen können oder wollen.

 

Stadtaufwertung heisst Vertreibung! Beispiele dafür gibt es genug: In einer sogenannten „Renovationsoffensive“ sollen in der Winterthurer Altstadt zahlreiche Stefanini-Wohnungen aufgewertet werden. Wer die hohen Mieten nicht bezahlen kann muss weg. Von der Aufwertung ist auch die Gisi betroffen – das älteste und bekannteste besetzte Haus unserer Stadt.

 

Wir stehen hier und heute auf der Strasse in unserer Stadt. Wir zeigen damit, dass wir hier sind – und dass wir bleiben! – Wir erinnern uns daran, wie wir bereits vor 12 Jahren als Zeichen gegen die Stadtentwicklung das Sulzerhochhaus besetzt haben. Und wir vergessen nicht, mit welcher Gewalt und Repression uns 2013 die Stadtregierung entgegengetreten ist, als wir uns mit der Standortfucktor-Demo tanzend die Strasse nehmen wollten. Aber – wir sind immer noch hier! Wir lassen uns nicht vertreiben!

 

Wir werden nicht tatenlos zu schauen, wie die totale Einöde der Konsumruinen diese – unsere Stadt heimsucht! Wir lassen uns nicht vertreiben! Diese Stadt gehört uns! Verteidigen wir sie!

 

Wir wollen keine Freiräume, wir wollen die ganze Stadt!

 

Ob Miethaus oder Squat, wir bleiben die Stadt!

 

Wir bleiben alle!