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08.12, Aufruf: St. Imier 2012, An alle interessierten Organisationen...

An alle interessierten Organisationen, Gruppen, Kollektive und Einzelpersonen

Internationales Anarchistisches Treffen

8. - 12. August 2012, Saint-Imier (Jura, CH)

www.anarchisme2012.ch

 

Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde,

2012 jährt sich zum 140. Mal der berühmte Kongress der Antiautoritären Internationalen. Aus diesem Grund findet in St-Imier (Westschweiz) vom 9. bis 12. August ein internationales anarchistisches Treffen statt. Bis jetzt wird dieser wichtige Anlass von der Fédération anarchiste (FA), der Internationalen der Anarchistischen Föderationen (IFA), der Fédération libertaire des montagnes (FLM), der Organisation socialiste libertaire (OSL) und dem Espace Noir vorbereitet. Die IFA wird im Rahmen des Treffens ihren eigenen Kongress abhalten, und so tun es eventuell auch die in Anarkismo föderierten Organisationen. Ebenso wird die anarchosyndikalistische Koordination "Schwarz/Rot" anwesend sein.

Das Treffen wird zu gleichen Teilen von verschiedenen Bestandteilen der internationalen libertären Bewegung getragen:

  1. Der Internationalen der Anarchistischen Föderationen (IFA),

  2. Anarkismo,

  3. Der Koordination "Schwarz/Rot" (CGT (Spanien), CNT-F (Frankreich), SAC (Schweden) etc.),

  4. der Internationalen ArbeiterInnen-Assoziation (IAA),

  5. den Industrial Workers of the World (IWW)

  6. und den von diesen internationalen Netzwerken unabhängigen Kollektiven und Organisationen

Ein Beitritt zu dieser Trägerschaft ist für alle auf internationalem, nationalem, regionalem oder lokalem Niveau tätigen Gruppen sowie für alle Einzelpersonen möglich, die ihr Einverständnis mit der Deklaration "Saint-Imier 2012" erklären.

Das Treffen beabsichtigt, einen anspruchsvollen und strukturierten Dialog zu ermöglichen, der auf der Idee basiert, dass der Anarchismus eine universale, kohärente, animierende und engagierte Politik sozialer Kämpfe ist und auf einem identifizierbaren und sich stetig verbessernden Theoriesokel basiert. Ergänzend können wir sagen, dass der Anarchismus zu einer vielschichtigen Politik fähig ist, welche strategische Vorschläge, intermediäre Ziele und das umfassende Projekt einer selbstbestimmten, libertären, föderalistischen und sozial-ökologischen Gesellschaft beinhaltet.

Ausgehend von dieser allgemeinen Grundlage wollen wir die Konferenz nach folgenden thematischen Schwerpunkten gliedern:

  1. Diskussionsrunde über "Anarchismus und politische Innovation": Die Fähigkeit des Anarchismus, sich zu erneuern und politischen Situationen zu begegnen, die komplexer sind als diejenigen während seiner Entstehungsphase: Angesichts des Faschismus und autoritären Regimes; angesichts ökologischen Herausforderungen; angesichts dem ökonomischen und sozialen Wandel (mit besonderer Berücksichtigung der Ansätze von Malatesta, Fabbri, Berneri, Abad de Santillan und Daniel Guérin).

  2. Diskussionsrunde zu „Neuland für den Anarchismus, Verbreitung und Wiederverbreitung des Anarchismus in Afrika, Asien und Lateinamerika“.

  3. Diskussionsrunde über „Anarchismus schaffen heute“, über interessante oder exemplarische Kämpfe und Interventionen, besonders in Europa und den angelsächsischen Ländern.

  4. Diskussionsrunde über „Anarchistische Alternativen in der Praxis“ und wie alternative Erfahrungen hinsichtlich des revolutionären Projektes und Kämpfe zu artikulieren sind.

  5. Diskussionsrunde über „Schuldenkrise, Sparpolitik und gesellschaftlicher Widerstand“.

  6. Abschlusstreffen mit einer gemeinsamen politischen Erklärung, sofern möglich.

Ebenso wird ein Eröffnungstreffen durchgeführt werden, das den Kongress von St-Imier von 1872 vorstellen und aufzeigen wird, welche Bedeutung dieses für den internationalen Anarchismus gehabt hat. Zudem ist ein abschliessendes Festessen für die lokale Bevölkerung vorgesehen. Wir beabsichtigen, St-Imier mit einer für die anwesenden Genoss_innen möglichst folgenreichen Bekräftigung der einigenden Banden und der Föderation zu beschliessen.

Wir sind bestrebt, den Rahmen für einen systematischen politischen Austausch zu schaffen, Gemeinsamkeiten zu umreissen und zu vertiefen, Unstimmigkeiten politisch und theoretisch zu definieren sowie Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zu studieren. Daher soll - abgesehen vom Abschlusstreffen – über alle Diskussionsrunden eine möglichst genaue Bilanz gezogen werden, die jedes Kollektiv nach seinem Gusto verwenden kann. Die anwesenden Gruppen sind natürlich frei, zusammenzuarbeiten und sich zu assoziieren, sofern sie dies für nützlich befinden. Es geht nicht darum, den "Geist" von St-Imier um jeden Preis zu strapazieren, aber doch, alle sich ergebenden Möglichkeiten zu nutzen. Wichtig für die tatsächliche und symbolische Wirkung des Treffens in St-Imier ist auch die Menge der teilnehmenden Genossinnen und Genossen. Es ist ein enormer Reichtum, wenn Tausende debattieren, entscheiden sowie Zusammenarbeiten und freie Vereinbarungen ermöglichen.

Zahlreich werden am Kongress die Gruppen vertreten sein, die sich am organisierten Sozialanarchismus orientieren. Daher wird mehr noch die Fähigkeit demonstriert werden, zu libertären Interventionen in Kämpfe und zur Organisierung von Widerstand in einem zusammenhängenden, umfassenden und offenen Sinn anzuregen. Wir fordern jede Gruppierung zur Mithilfe auf Basis einer gemeinsamen freien Übereinkunft und, sofern es die Mittel erlauben, zu einem finanziellen Zuschuss je nach Grösse der Organisation (300,600,1000 Euro) sowie der aktiven Beteiligung von Aktivist_innen auf. Abhängig davon sind die Möglichkeiten zur Mitgestaltung des Anlasses und die prominente Platzierung bei der Werbung.

Neben der Anmeldung bitten wir bereits jetzt jedes Kollektiv, uns zu sagen, in welcher Form es das Treffen unterstützen kann:

  • Planung und Realisierung von Konferenzen, Workshops und Darbietungen (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

  • Übersetzungen

  • Beisteuern von Infrastruktur (mobile Küche)

  • Technische Hilfe bei der Organisierung des selbstverwalteten Dorfes

  • Freiwillige Helferinnen und Helfer kurz vor und während des Kongresses (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Die internen Vorbereitungen werden durch verschiedene Arbeitsgruppen und ein Organisationskomitee (Arbeitsgruppen + Organisationen) getroffen. Eine Teilnahme daran ist jederzeit möglich.



ANARCHISME 2012 ST-IMIER
www.anarchisme2012.ch