StandortFUCKtor Winterthur

AntirepSoliSpenden an:

Verein Soli-Fonds, Bachtelstr. 70, 8400 Winterthur
ABS, 4601 Olten
Konto-Nr. 46-110-7
IBAN CH69 0839 0034 1329 1000 3

Zahlungszweck: Standortfucktor

Mittwoch 26. August - München

In München wurden wir sehr freundlich empfangen. Unser Gastgeber von der FAU München erzählte uns sehr viel spannendes über die Situation der Bewegung in Deutschland und die Grundsätze der FAU. (Zur Geschichte der FAU in Deutschland gibt es übrigens ein spannendes Buch: FAU-MAT. FAU - Die ersten 30 Jahre 1977 - 2007. Verlag Edition AV)

30 Jahre FAU

Unsere Veranstaltung fand in der BASIS Buchhandlung an der Adalbertstrasse statt. Die Basis gibts schon seit 1972 und ist eine der längst bestehenden Linken Buchhandlungen in Deutschland. Von Büchern über die Neue Linke, den Antifaschismus, über die Blauen Bände und politische Philosophie bis zu Architektur, Film und Kunst findet sich alles, was das (anarchistische) Herz begehrt.

Basis Buchhandlung

Das Publikum an der Veranstaltung unterschied sich deutlich von dem in Mainz. Es kamen ca. 20 Menschen, von welchen die meisten schon in den 70ern und 80ern aktiv waren. Daher waren auch Themen, die in den 80er Jahren schon zum 1000sten Mal durchgekaut worden waren, nicht Teil der Diskussionen danach - abgesehen von der Feststellung, dass viele jungen Aktivistinnen und Aktivisten das Rad einmal mehr neu zu erfinden versuchen. (Mit diesen Themen sind u.a. die Frage nach separaten Frauenorganisationen gemeint.) Das Publikum war daher äusserst angenehm! In unserem Vortrag setzen wir grobe Kenntnisse des Anarchismusbegriffs und der anarchistischen Geschichte voraus. Dies, weil der Vortrag ursprünglich für die Anarchietage (eine Veranstaltungsreihe) in Winterthur konzipiert wurde. Dafür geben wir am Anfang eine Einführung in den Feminismus und seine diverse Strömungen. Bei einem vorwiegend jungen anarchistischen Publikum hat sich diese Vorgehensweise bewährt. Bei einem älteren Publikum, wo der Feminismus und die autonome Frauenbewegung noch ein Begriff sind, sollten wir aber eigentlich die Einführung in den Feminismus weglassen und dafür eher eine in den Anarchismus geben. Den letzten Abschnitt über Judith Butler haben wir an diesem Abend weggelassen. Wir haben das Gefühl, dass die Butler in Deutschland in der linken Bewegung eher ein Begriff ist, als in der Schweiz. Daher wäre der zusammenfassende Abschnitt für Leute, die sich mit Butler auskennen, unspannend. Und für Leute, denen Butler kein Begriff ist, eindeutig zu kurz und zu komplex. Am nächsten Morgen besuchten wir nochmals die Basis und die Frauenbuchhandlung (gleich um die Ecke bei der Basis) um Kaffee zu trinken. Danke allen Menschen aus München, die uns so lieb und gastfreundlich empfangen haben! ...Und das in Bayern! ;)

Basis Plakat