StandortFUCKtor Winterthur

AntirepSoliSpenden an:

Verein Soli-Fonds, Bachtelstr. 70, 8400 Winterthur
ABS, 4601 Olten
Konto-Nr. 46-110-7
IBAN CH69 0839 0034 1329 1000 3

Zahlungszweck: Standortfucktor

BINZBLIBTBINZ - Rollerdisco 2.3.13

Statement zur Rollerdisco vom 2. März 2013


Gestern Samstagabend, 2. März 2013 wurde von diversen politisch und kulturellen Gruppierungen zum 7. Binz-Fest eingeladen. Unter dem Motto Rollerdisco war in den vergangenen Wochen ein rollendes Fest vorbereitet worden, welches vor dem Hintergrund der bevorstehenden Räumung und des Abrisses auf Vorrat des grössten besetzten Areals und einem der letzten grossen Freiräume der Schweiz geplant wurde.

Liebevoll und zeitaufwändig wurden an die zwanzig fahrbare Festwagen, Vehikel und rollende Kuriositäten gebaut, welche gegen 22:00 Uhr während einer Bolidenshow vorgestellt wurden. Zu erleben gab es unter anderem einen überdimensionalen Rollschuh, ein Auto welches komplett aus alten Radios zusammengeschweisst wurde, eine Rakete, ein Muschimobil, Mad-Max-Vehikel und viele mehr.

Mit festlicher Stimmung fuhren diese Wagen begleitet von ca. 3000 Leuten aus der Binz, um  diesen rollenden Protest in die Stadt zu tragen. Unter den Tausenden von Tanzenden und rollenden Menschen wurden bunte Ballons und Infoblätter verteilt. Über ihnen regnete es Feuerwerk und Herzkonfetti. Den Abschluss des Umzugs bildete ein Abfallmobil mit einer Gruppe Müllmenschen, ausgestattet mit Besen.

Der festliche Demonstrationsumzug verlief fröhlich, bis zu dem Moment, in dem die Polizei ohne Vorwarnung mit übermässigem Tränengas- und Gummischroteinsatz die Menge von tausenden feiernden Menschen in Panik versetzte und in kleinere Gruppen aufteilte. Eine Person erlitt durch den Wasserwerfereinsatz schwerste Verletzungen an den Augen.

Diese Polizeiangriffe weckten Zorn und Wut, hervorgerufen durch angestaute Aggression der alltäglichen Konfrontation mit der repressiven Polizeipolitik der Stadt Zürich.  Der massive Tränengaseinsatz gegen 3000 Menschen verunmöglichte einen weiteren festlichen Ablauf  im geplanten Sinne und verursachte ein Chaos, welches nicht mehr zu überschauen war.

Die Polizei provozierte mit diesem kompromisslosen Vorgehen willentlich eine totale Eskalation der Situation und nahm in Kauf, dass es zu schweren Verletzungen kam.

(Quelle: Zirkular im www)