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Wie aus Jusos Autonome wurden...

Ein Text der Anarchistische Aktion Riehen

Wie aus Jusos Autonome wurden...

Diesen Beitrag widmen wir allen Autonomen und Antiautoritären In parlamentarischen Organisationen wie JUSO und Co.

Gestern erfuhren wir von libertären Kollegen, dass ein Haufen von jungen AktivistInnen in der Schweiz und auch sonst wo das Problem haben, dass sie keine andere Anlaufstelle finden als die Juso um sich zu organisieren. Sie denken antiautoritär, autonom und militant. Sie sind Linksradikale, aber in einer gemässigt linken Reformistenbande aktiv, oft aber nur als Mitglieder eingetragen und nur ungern dabei. Die Motivation schwindet, der Aktivismus enttäuscht und der Erfolg ist nur gering.

Dazu haben wir euch was zu erzählen, uns ging es nicht gross anders.

Die Geschichte der AAR begann März'12.
Drei Jusos aus Riehen waren der Meinung, dass Riehen politisch zu kurz komme. So richtet man sich dem Juso-Vorstand in Basel um eine Sektion in Riehen in die Wege zu leiten. Man sah sich die Voraussetzungen an und plante die Gründung einer Juso in Riehen auf den 1. Juni 2012.
Dann geriet alles in ein Chaos. Zwei der Drei Riehener waren bekennende Linksradikale und plötzlich wurde alles etwas erschwert.
Man sprach davon, dass die Gründung doch nicht stattfinden wird und dass am 1. Juni nur die Arbeitsgruppe Juso Riehen gegründet werden durfte.
Dann würde am November nach einer Jahresversammlung eine Abstimmung stattfinden und eine Untersektion Juso Riehen würde gegründet werden.
Der Hacken an der Sache war nur, dass wir als Arbeitsgruppe oder danach als Untersektion Juso Riehen nicht viel alleine entscheiden durften. Alles, was wir planen oder machen würden müsste erst vom Vorstand der Juso Basel-Stadt beglaubigt werden. Dies passte uns nicht.
Als Arbeitsgruppe waren wir die Arbeitsgruppe des Vorstandes der Juso Basel-Stadt und als Untersektion waren wir unter der Sektion Juso-Basel-Stadt. Dies passte uns ganz und gar nicht.
Trotzdem hatten wir Hoffnung in der Sache und wollten unsere Pläne nicht von einem Vorstand kaputt machen lassen.
So kam es zur Gründung der ARBEITSGRUPPE JUSO RIEHEN!
Es war eine witzige und spassige Gründungszeremonie.
Nur blöd, dass wir was gegründet haben, was jede Sekunde vom Vorstand aufgelöst werden konnte. Unser Aktivismus und unsere Existenz hing von einem Vorstand ab, der uns sein JA oder NEIN gab.
Netterweise half uns die SP Riehen finanziell, wofür wir ihr sehr dankbar sind.

Nun waren wir gegründet und hielten eine Sitzung ab.
Wir mussten Statuten und ein Programm haben an die wir uns halten mussten, irgendwann werden wir auch einen Vorstand wählen müssen, Feste Mitglieder und Mitgliederbeiträge haben, ans Wachsen setzen und soviel Mitglieder anwerben wie nur möglich, wir müssen auf den Vorstand hören und seine Forderungen erfüllen.

Selbst Flyer haben wir heimlich drucken lassen und verteilt.

Es verging 2 Wochen und wir waren keine Juso mehr. Wir haben uns für den Namen Anarchistische Aktion Riehen (AAR) geeinigt und haben angefangen immer mehr die Züge der Sozialdemokraten und Reformisten in uns zu vernichten.
Wir haben eine vorstandsfreie, unabhängige, antiautoritäre, antifaschistische, militante Organisation gegründet. Wir waren basisdemokratisch, gleichberechtigt und frei Wir arbeiten immer noch daran einen antifaschistischen, antikapitalistischen, antisexistischen Kampf mit uns zu führen. Sobald wir diesen Kampf gewonnen haben sind wir wir den Klassenkampf gewachsen.

Wir haben durch unsere BEFREIUNG von der Juso geschafft, Dass wir nun aktiver an die Dinge heran gehen können. Wir sind in Freundschaft mit den! Linksradikalen in der ganzen Schweiz und bieten unsere Solidarität wie auch unsere Kraft ihnen allen an.

Unser Rat an alle ungeouteten Autonomen. Sucht Leute, die ähnlich mit euch denken und baut was auf. Sich zu organisieren ist einfacher als gedacht. Beginnen sollt ihr mit einigen Mitstreitern, regelmässigen Sitzungen, Räume für eure Sitzungen, Vernetzung mit anderen autonomen Gruppen und schon seid ihr weiter. Der Rest ergibt sich von selbst. Fehler machen ist natürlich.
Aber vergisst nicht. Ihr unterscheidet euch davon, dass ihr nicht alle Mitglieder er selben Partei seid, sondern Freunde der selben Gang (http://www.youtube.com/watch?nomobile=1&v=zeGXdt-gBsc - Antifa WE ARE IN THE SAME GANG) Wichtig ist der zwischenmenschliche Kontakt. Setzt Wert auf eure GenossInnen. Ihr braucht nicht wie die Jusos und die Parteien Mitglieder auf der Strasse anwerben, ihr braucht Freunde auf die Verlass ist.

So wünschen wir euch Glück auf eurem Weg und freuen uns euch demnächst im Black Block zusehen.

Es grüsst ganz revolutionär,
Eure AAR

Legende:
SP = Sozialdemokratische Partei
Juso = JungsozialistInnen