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Radio Libertad!

Winterthur bekommt ein alternatives Radio. "Stadtfilter" heisst das Projekt und wird im November für einen Monat auf Probe ausgestrahlt.
Die LAW beteiligt sich daran mit einer Stunde Sendung pro Woche. Unter dem Signet "Radio Libertad - libertäre Gedanken finden eine Stimme!" berichten wir mit Reportagen über aktuelle und unvergängliche anarchistische Themen und informieren über bevorstehende Veranstaltungen.

Ein Jingle (Sendungssignet) ist bereits vorhanden : Radio_Libertad.mp3

Die Sendetermine sind nun auch definitv bekannt:

Mittwoch, 09. November, 20-21h
Mittwoch, 16. November, 20-21h
Mittwoch, 23. November, 20-21h
Mittwoch, 30. November, 20-21h

>> Radio Libertad Webseite


Radio Stadtfilter Aufruf:
"Radio Stadtfilter ist ein junges, unabhängiges Lokalradio im Raum Winterthur. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, im Herbst 2005 auf Sendung zu gehen. Zu hören gibt es uns dann über Äther wie auch über Internet.

Wir wollen mit unserem Radio eine Plattform bieten, auf der Kulturinteressierte ihre Ideen präsentieren können. Radio Stadtfilter will keine Kopie anderer Lokalradios der Region sein, sondern bietet Raum für eine alternative phantasievolle Programm-Gestaltung. Das heisst, Ihr seid gefragt!

Radio Stadtfilter hat ein breites Spektrum mit Schwerpunkt auf das Thema Kultur in allen Variationen, Berichterstattung, News und Informationen zum Puls der Stadt Winterthur. Eure Ansichten und Ideen sind gefragt! Hier könnt Ihr sie über den Äther mitteilen. Also, runter vom Fernseh-Sofa, ran an Euren Computer und meldet Euch. Wir freuen uns auf Eure erste Sendung."

Link: www.stadtfilter.ch

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Die Geschichte

Frühjahr 2005: Die Nachricht, dass Ende Jahr ein alternatives Lokalradio für Winterthur und Region für einen Monat auf Sendung gehen sollte, elektrisiert einige Leute von der Libertären Aktion Winterthur LAW. Flugs wurde eine Aktionsgruppe Radio ins Leben gerufen, die den Sommer 2005 mit Planen und Ferien verbrachte. Schliesslich, ohne eine definitive Zusage von Seiten der Zuständigen bei Radio Stadtfilter, so der Name des Lokalradio-Projektes, erhalten zu haben, wurde schon ein Name für die Vollversammlung der LAW vorgeschlagen. An dieser wegweisenden Sitzung wurde aber nicht nur über den Namen des erhofften Sendeplatzes gesprochen, sondern auch über das Programm, ausgelegt auf vier Sendungen im November.
Im Oktober gleichen Jahres dann die Gewissheit: Der Name - "Radio Libertad" - wurde angenommen, und im Übrigen bekamen wir auch den Sendeplatz auf Radio Stadtfilter. Dieser ist jeweils Mittwochs von 20 - 21 Uhr im schönen Monat November (9.11., 16.11., 23.11., 30.11.). Wenig später wurde dann auch diese Seite ins Leben gerufen, welche neben dem "Tonarchiv" auch Hintergrundinfos zu den Sendungen bieten soll (Skripte, Quellen, Links usw.). Diese sind durch Klick auf die einzelnen Sendungen im Sendungsarchiv erhältlich.

Wieso eine eigene Radiosendung?

In den letzten paar Jahren können wir eine komische Situation miterleben: Viele Medien, welche ja eigentlich durch kritischen Journalismus die "vierte Gewalt" im Staat bilden sollten, verbrüdern sich zunehmend mit diesem. Dies geschieht sowohl im Grossen, Stichwort Sicherheitswahn und seine Folgen, als auch im Kleinen, wo Winterthur ein gutes Beispiel abgibt. Die Eulachstadt ist geprägt durch ein unserer Meinung nach seichtes Regionalradio mit angehängtem Regionalfernsehen, eine liberale Tageszeitung und zwei Werbezeitungen, von denen zumindest eine ganz klar rechte Tendenzen aufweist. Diese Instanzen prägen tendenziell die öffentliche Meinung. Wer von dieser abweicht, kann ganz schnell ins Schussfeld geraten. Winterthur soll ja eine saubere Stadt bleiben, wo die Menschen glücklich konsumieren dürfen und kein Wölkchen den rosigen Himmel trübt. Kein Wunder also, dass, falls doch einmal was nicht stimmen sollte, "Linksautonome" oder "ausländische Jugendliche" die Schuld daran haben. Hauptsache, die Schuldigen können schnell gefunden und an den medialen Pranger gestellt werden. Dass da jeweils die Recherchearbeit auf der Strecke bleibt, verwundert nicht. Schliesslich ist allen voran die Stadtpolizei dazu übergegangen, Communiqués möglichst reisserisch zu verfassen. Die recherchefaulen Journis danken und präsentieren gleich das ganze Communiqué als fertigen Beitrag. Das damit Stereotypen geschaffen werden, wird unserer Meinung nach fahrlässig in Kauf genommen.
Diese Stereotypen wollen wir mit unserer Sendung bekämpfen. Wir sind die, welche wahllos als "Chaoten", "Linksautonome" oder mit einem "diffusen Weltbild" ausgestattet bezeichnet werden. Dagegen wollen wir uns wehren, und dem bisschen Öffentlichkeit, das wir mit dieser Sendung erhalten, zeigen, dass wir mehr sind und mehr wollen als das, wozu wir geschrieben, gefilmt und gesprochen werden.

Radiosendung - aber wie?

Dem populistischen Zwangskostüm wollen wir die mediale Freiheit entgegensetzen. Radio machen heisst für uns nicht, Worthülsen zu verlesen, die von willen- und wunschlosen Maschinen geschrieben wurden, gewürzt mit ein bisschen Pop-Musik. Radio machen ist für uns ein Akt, in welchem sich jede und jeder selbst verwirklichen kann. Keine Grenzen sollten gesetzt sein, solange die Integrität jeder und jedes einzelnen gewahrt werden. Rassistische, sexistische und homophobe Äusserungen haben im Äther nichts verloren! Radio Libertad versteht sich als emanzipatorisch und herrschaftsfrei. Dies bedeutet, dass Propaganda und Ideologisierung jeglicher Natur abgelehnt werden. Wir sind uns im Klaren darüber, dass vollständige Objektivität niemals erreicht werden kann und bereits die Wahl der Themen subjektiv bedingt ist. Jedoch soll durch kritische Beiträge über diverse politische und gesellschaftliche Themen ein kritisches Bewusstsein angeregt werden. Die Meinung der oder des Sprechenden widergibt immer nur ihre bzw. seine eigene Einstellung, keinesfalls jedoch der des ganzen Sendungskollektivs oder gar der von Radio Stadtfilter.
Redaktions- und Moderationsarbeit ist fundamental für eine Sendung und soll nicht aufgeteilt werden. So wollen wir eine Spezialisierung und damit eine einhergehende Hierarchisierung vermeiden. Weiter sollen sich auch all diejenigen am Produzieren und Präsentieren beteiligen dürfen, welche Interesse daran haben.